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Titel Bordkanone BK 37

 

 

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I. Beschreibung

II. Technische Daten

III. Dokumente

IV. Bilder

 

 

 

Ju 87 BK 37

 

Junkers Ju 87 G: mit BK 3,7

 

 

Beschreibung :

Verwendung:

Starre Bordwaffe zur Bekämpfung von Erdzielen Die Gruppe der BK = (Bordkanonen), die an und für sich als Notlösung gedacht waren, begann mit diesem aus der 3,7-cm-Flak 18 entwickelten Muster.

 

Montage BK 3,7

 

Junkers Ju 87 G: Montage und Beladung der BK 3,7

 

Es wurde an diesen Flakwaffen, die, ab 1936 durch die Flak 36 ersetzt, nun für solche Versuche zur Verfügung standen, folgende Änderungen durchgeführt:

Lauf gekürzt, Rücklaufmechanismus geändert, elektrischer Fernabzug eingebaut. Die 1930 entwickelte Waffe war ein Rückstoßlader mit zentral verriegeltem Verschluß, der etwas „störungsanfällig" war. Zuerst wurden einige He 129 B-2-Flugzeuge als Schlachtflieger außer der Bewaffnung von zwei MG 151/20 mit je einer BK 3,7 und 12 Schuß Munition ausgerüstet und mit Erfolg erprobt. Der Einsatz dieser Maschine beschränkte sich freilich wegen der Beschuß-empfindlichkeit der französischen Gnome-Rhone-Motoren 14M 04/05 auf die IV. Staffel des SG 9.

 

 

BK 7,3 montiert ohne Verschalung

 

Junkers Ju 87 G: montiert ohne Verschalung (beachte die farblose Mündungsbremse)

 


Wesentlich bekannter sind die Einsätze, die eine sogenannte „Panzerstaffel" unter der Führung von Oberst Rudel an der Ostfront mit Maschinen vom Typ Ju 87 G-1 flog, an die unter jeder Tragfläche neben den Federbeinen eine BK 3,7 montiert war. Oberst Rudel hat mit diesen Waffen persönlich über 500 Panzer und ein gepanzertes Schlachtflugzeug abgeschossen. Der Einsatz derartig ausgerüsteter Maschinen ist auf persönliche Initiative von Oberst Rudel zurückzuführen, der die erste im Mai 1943 bereitstehende Versuchsmaschine mitnahm (bei Krimskaja und Temjruk eingesetzt) und von Mitte Juli bis November 1943 bereits über 100 Panzer abschoß (z. B. bei Bjelgorod an einem Tage 12 Stück).

 

 

Befestigung BK 3,7
Junker JU 87 mit BK 3,7
Befestigung und Montage an der
Junkers Ju 87 G-2 / 177

26

 

 

 

 

Außerdem sind noch eine geringe Anzahl der folgenden Maschinen mit einem bzw. zwei Stück dieser Bordwaffe ausgerüstet zum Einsatz gekommen:

 

Ju 88 P-2 und P-3 (je zwei BK), Me 110 G-2/R1, /R3 und /R4 (je eine BK mit 2 Magazinen a 6 Schuss), die z. T. von den NSG (Nachtschlachtgruppen) -1, -2, -4, -8 und -9 benützt wurden.

BF 110 G-2

Me 110 G-2 / R5 mit BK 3,7 Bewaffnung

 

 

Technische Daten BK 3,7:

Kaliber
37 mm
Länge
3750 mm
Lauflänge
2106 mm
Waffengewicht
275 kg
Laufgewicht
68 kg
Schußfolge
140 Schuß/Min
V° mit Pz.Gr.
860 m/Sck.
Gasdruck
2400 at



Munition und Magazin (Pz.Gr.):


(jede BK hatte 2 Magazine mit je 6 Schuss)

Patronengewicht
1,460 kg
Geschoßgewicht
0,623 kg
Sprengstoff
0,096 kg
Hülsengewicht
0,619 kg
Treibladung
0,218 kg
Magazin mit 6 Schuß
12,5 kg
Patronenlänge
365 mm
Geschoßlänge
250 mm
Hülsenlänge
150 mm

 

 

 

Bericht 165 Unterlües

 

Unterlues

 

 

 

EPD Lufterhitzer
ohne Verkleidung

 

Junkers Ju 87 G-2 / 177: EPD u. Lufterhitzeranschluss an Waffe mit und ohne Verkleidung

 



Wenn zuerst auch die augeführte Pz.Gr. der Flakwaffe Verwendung fand, wurde doch für den Beschuß gepanzerter Erdziele vom Flugzeug aus eine Spezialmunition geschaffen. Das war um so leichter, als bereits seit Februar 1942 für die E6-Gruppe in Rechlin ein Auftrag für 3,7-cm-Hartkern-Munition lief. Man erreichte damit eine Durchschlagsleistung von 58 mm bei einem Auftreffwinkel von 60° aus 100 m Entfernung. Das Geschoß von 0,610kg erreichte eine V° von 865 m/Sek. und trug einen Hartkern von 0,230 kg, der 66,5 mm lang war und 18 mm Durchmesser besaß.

 

Lehhrahmenbehealter
Ladetisch
Lehrrahmenbehälter und Hülsenauswurf
Hülsenauswurf

Junkers Ju 87 G-2 / 177: Lehrrahmenbehälter und Hülsenauswurf

 

 

Es wurden nun Versuche unternommen, den 0,335 kg schweren Hartkern der 5-cm-PaK-Gr. 38 zu verwenden, der zu große Durchmesser (21 mm) führte aber zu Pendelungen des Geschosses und damit nur in günstigen Fällen zum Durchschlag von 90-mm-Panzerungen. Die endgültige Lösung ergab sich mit einer 0,395 kg schweren Pz.Gr.L'spur, die 124,5 mm lang war und bei einer Treibladung von 0,261 kg eine V° von 1170 m/Sek. erreichte. Mit dem 0,240 kg schweren Hartkern von 85 mm Länge und 16 mm Durchmesser wurden 120 mm Panzerstahl (Festigkeit: 80 kg/mm2) aus 100 m Entfernung bei einem Auftreffwinkel von 60° einwandfrei durchschlagen. Der Hartkern war von einem Tordalmantel umgeben, auf den vorn eine Magnewin-Haube aufgesetzt war, die lediglich zur aerodynamischen Verkleidung diente. Der Tordalmantel, ein weiches Leichtmetall, formte im Moment des Auftreffens eine das Abrutschen verhindernde Masse.

Während des Krieges wurde von der USAAF für ähnliche Zwecke auch eine 37-mm-Kanone, die Browning M 4, eingesetzt. Hier wurde ein 0,608 kg schweres Geschoß mit einer V° von 610 m/Sek. verfeuert; die obige Durchschlagsleistung wurde bei weitem nicht erreicht!

 

Lehrbild

 

 

Weiterentwicklungen:

Die nachfolgenden Entwicklungen mit noch grösserem Kaliber führten dannach bei der Luftwaffe zu der BK 5 (5-cm-Bordkanone) !


Als etwa zu Mitte des 2. Weltkrieges die Alliierten begannen, mit großen Pulks ihrer schweren Bomber Deutschland anzugreifen, mußte man in Deutschland die Erfahrung machen, daß mit den herkömmlichen Bordwaffen gegen die stärker gewordene Panzerung nicht viel auszurichten war. Obwohl mit der BK 3,7 cm. gute Erfolge erzielt werden konnten, wurde die Forderung nach einem größeren Kaliber gestellt.


Weil aber die Zeit drängte und man nicht viel Zeit für die Entwicklung einer völlig neuen Waffe verlieren wollte, wurde vorgeschlagen, die Kampfwagenkanone im Kaliber von 5 cm, die KwK 39, für den Einbau und die Verwendung in Flugzeugen umzubauen.

Die Aufträge ergingen an die Firmen Mauser und Rheinmetall. Mauser konstruierte die Waffe zur MK 214 A um, die wir in einer weiteren Beschreibung beschrieben haben, und Rheinmetall schuf die BK 5 cm , die unter diesem Namen auch eingeführt wurde.

 

 

Dokumente:

 

 

19.10.1940

Einbaumappe BK 3,7 pdf. Datei - Grösse 3 MB

 

19.10.1940

Ju 87 G-2 Teil 12 A BK - 1943 pdf. Datei - Grösse 8 MB

 

19.10.1940
19.10.1940
Bf 110 G-2-R Teil 0 - 1943 pdf. Datei - Grösse 4 MB
Bf 110 G-2-R Teil 8 A pdf. Datei - Grösse 16 MB

 

 

19.10.1940

Umbauten Zeitliste pdf. Datei - Grösse 3 MB

 

 

 

 

Bilder:

 

Junkers Ju 87 G-2

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Munitionieren

 

 

Junkers Ju 88 P

Junker Ju 88 P BK 3.7

 

Bild 2 Ju 88 P

 

 

 

Henschel He 129

 

BK 3.7 Henschel 129
2
3
5

 

Henschel He 192 mit BK 3.7

 

 

 

 

Messerschmitt Me 110 G-2 / R5

 

1
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6
8
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12
13
14

 

 

Me 110

 

BK 37  und BR 21

Bild F : Me 110 G-2 Doppelbewaffnung Bordkanone BK 3,7 und 21 cm BR-Gerät

 

 

 

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Video Bordkanone BK 3,7

 

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