ZFR 4 A Titel

( & ZFR 3A)

 

Kompination von Reflexvisier und Zielfernrohr

Als Visier für den Jagdflieger dienten lange Jahre Reflexvisiere bekannter Bauart (Revi C12/D bzw. Revi 16B usw.). Um diesen das Erkennen und Beobachten entfernter Ziele zu erleichtern wurde auf Grund einer Frontforderung ein mit einem vergrösserdem Zielfernrohr kompiniertes Revlexvisier entwickelt. Der Einblick des abgewickelten Fernrohres lag hierbei dicht unter dem Reflexvisier, so dass der Flugzeugführer das vergrössernde Bild durch das Fernrohr und die leuchtende Zielmarke des Reflexvisiers durch entsprechende Augenbewegung, aber ohne zusätzliche Kopfbewegung erkennen konnte. Geschossen wurde wie bisher über das Reflexvisier. Zur Einführung kamen Geräte mit 2 fach vergrösserndem Fernrohr, nachdem zunächst 3 fache Vergrösserung gefordert und in der Musterausführung in Frontversuch gegeben worden war. Die Fronturteile über die eingeführten Geräte lauteten sehr günstig. Die zusätzlichen Einbauschwierigkeiten einer derartigen Anordnung mussten in Kauf genommen werden.

 

Fl 52283

 

 

 

Die nächst höhere Stufen-Entwicklung der Visiere waren dann die automatischen Visiere für den starren und beweglichen Waffeneinbau die sogenannten automatischen Kreiselvisiere oder EZ - Visiere = Eigen- und Zielgeschwindikeitsgesteuertes Visier. Hierzu gehören zBs das EZ 40, EZ 41 oder das EZ 42.

 

Flugzeugbaumuster für das ZFR

Die Flugzeugmuster Me 410 A-2, B-2 mit 2 MK 103 sowie Me 410 A-1/U4 und Me 410 B-2/U4 mit BKS sind zur Erhöhung der Zielsicherheit an Stelle des Revi C12/D bzw. Revi 16B mit einem Zielfernrohr ZFR 4 A ausgerüstet. Die Henschel Hs 129 B-3 wurde mit einem ähnlichen Zielfernrohr ZFR 3A / ausgerüstet, dieses wurde aus Platzgründen ausserhalb der Führerkanzel for der Panzerscheibe montiert.


Me 410

Me 410 mit ZFR A4

 

Hs 129 ZFR A3

ZFR A3 - Montage ausserhalb des Führerraums einer Hs 129 B-3

ZFR 3A
ZFR 3A Bild 2

Typ: ZFR 3A

 

Das ZFR 3A - nicht Bestätigt in folgenden Baumuster:

Bf 109 E
Bf 109 G-14
Bf 110 C
Fw190 A-8
BV 155

Hinweis: hierzu suchen wir noch Beweisfotos ?!

 

 

Ebenso wurde der Einbau für zukünftige Flugzeugbaumuster durch das RLM für das Zielfernrohr ZFR 4A vorgesehen.

Dazu gehörten unter anderem die folgenden Baumuster:

Baumuster
Visieranlage
Focke Wulf PTL-Gerät 021
ZFR A4 oder Revi 16 C
Dornier Do 335 B-0 / 2
ZFR 4 B

 

Beschreibung

Das ZFR4A ist ein optisches Doppelvisiergerät für starre Flugzeugbordwaffen, bei welchem ein Fernrohrvisier und ein Reflexvisier kombiniert mit parallelen Visierachsen zueinander liegen. Der Einblick des Fernrohres ist nach oben geneigt, so daß die okularseitige Fernrohrachse die Visierlinie des Revi in der Austrittspupille des Fernrohres schneidet. Visiert wird normal über das leuchtende Abkommen das Revi, wobei bei Einhaltung des vorgesehenen Augenabstandes von 255 mm (okularseitiger Schnittpunkt beider Visierachsen) durch geringe Augendrehung nach unten zur Fernrohr-visierung übergegangen werden kann.
Im Fadenkreuz des Fernrohrvisiers erscheint das anvisierte Objekt in vierfacher Vergrößerung.

 

Einblick ZFR A4

 

Das ZFR4A ist im Führerraum an Stelle des Revi auf einem Trägergerüst in Kopfhöhe zwischen Panzerglasscheibe und vorderer mittlerer Kabinenscheibe angeordnet. Der Fernrohrstutzen ragt nach vorne durch die mittlere Plexiglasscheibe des vorderen Kabinenaufbaues hindurch, wo er in einem Führungsring ruht, der über eine Stütze mit dem Trägergerüst verbunden ist.


Das aus geschweißtem Stahlrohr bestehende Trägergerüst ist an zwei Punkten fest mit dem Rumpfobergurt und an einem dritten Punkt mit dem vorhandenen Revisockel verschraubt.


An dem Trägergerüst befindet sich vorne die Anschlußfläche, an der mittels vier Stehbolzen das ZFR4A befestigt ist. Zur groben Einjustierung ist zwischen Gerät und Geräteanschlußfläche eine Kalotie geschaltet, an der das ZFR4A der Höhe und Seite nach um ± 0,5° versetzt werden kann.
Der Strom für die Beleuchtung des optischen Abkommens wird dem 24 Volt-Bordnetz über den Selbstschalter V1 entnommen. Durch den Kippschalter wird die Beleuchtung ein- und ausgeschaltet.

Einbau in eine Me 109 G-14:

 

Me 109 ZFR 4A

 


An- und Abbau des ZFR 4 A


1. Anbau
1) Trägergerüst auf dem Rumpfobergurt ansetzen, an diesem und am Revisockel festschrauben.
2) Sicherungsschraube der Überwurfmutter zum Fernrohrstutzen lösen. Überwurfmutter losschrauben und Fernrohrstutzen vom Visierteil nach vorne abziehen.
3) Visiergehäuse an der Anschlußfläche mittels vier Stehbolzen anschrauben.
4) Fernrohrstutzen von vorne durch Kabinendurchführung und Führungsring einführen und allmählich, so daß die Luft entweichen kann, auf den Führungsbolzen des Visierteils aufschieben.
5) Die Führungsnute des Stutzens in die Führungsnase des Visierteils einrasten, Überwurfmutter fest anziehen und mittels Sicherungsschraube sichern.
6) Führungsring mit der Stütze verschrauben und dabei beachten, daß Abstützung zum Gerät spannungsfrei erfolgt.
7) Durch Anziehen des Spanners an der Ledermanschette den Einbau abschotten.
8) Elt-Anschluß durch Kupplung der Steckverbindung herstellen.


2. Abbau
Der Abbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Anbau.

 

Bild 1
Bild 2
ZFR 4A - Erprobungs -
Einbau in einer Me 109 (Rumpfeinbau)

 


Justiervorschrift


Da der Dustierbereich des ZFR4A gering ist, muß die Anschlußfläche so gearbeitet zu den Flugzeugachsen liegen, daß man mit der vorgesehenen Dustiermöglichkeit auskommt. Die Anschlußfläche soll innerhalb ± 5,5° senkrecht zur Schnellflugachse liegen. Vor dem Einbau des ZFR4A ist also die Anschlußfläche wie folgt zu prüfen: Flugzeug in Schnellfluglage aufbocken und mittels Lote auf Symmetrieebene der Anschlußscheibe ausrichten. Mittels einer Rahmenwasserwaage wird die senkrechte Lage der Anschlußfläche zur Schnellflugachse kontrolliert. Die Querlage der Anschlußfläche zur Symmetrieachse wird mittels eines besonderen Ziellinienprüfers kontrolliert, an

 

Skizzen und Bilder

Hs 129 ZFR A3 Anlage

Henschel Hs 129 B-3 mit ZFR A3

 

Bild 2
  Bild 4

 

Kiste

Kiste 2

 

ZFR A4  sw

 

Bild 5

 

Typenschild

Bild 1

linke Seitenansicht des ZFR A4

 

 

 

Name