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Titel Bordkanone BK 37

 

 

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I. Anmerkung

II. Entwicklung

III. Technische Daten

IV. Dokumente

V. Bilder

 

 

 

SG 116 Sondergerät "Zellendusche"

 

SG 116 im Einsatz

 

 

 

Anmerkung :

In einem weiteren Bericht auf der Homepage haben wir das SG 113 (7,5 cm) „Förstersonde" im Rahmen eines größeren Beitrags über den „Automatischen Beschuss von Panzerzielen" kurz beschrieben. Daraus war zu entnehmen, daß diese Waffe (SG 116 ab 18.051944) aus dem SG 113 a entstanden ist.

 

Jagdflugzeug Fw 190 mit SG 116 Einbau

 

Unterbringung von 3 SG 116 in Focke Wulf Fw 190

 

 

Die diversen Baustufen - im Überblick

MK 113
ab 14.04.1943
Gerät SG 113
ab 18.02.1944
Gerät 113 a
ab 01.09.1944
Geräte SG 113 a
ab 09.1944
Gerät 113 a 3 cm (später SG 116 !)
ab. 18.05.1944
SG 116 (3 cm)
nicht bekannt !

 

 

Nun wollen wir uns noch eingehender mit dieser Waffe beschäftigen, für die zunächst die Bezeichnung SG 113 a (3 cm) gewählt wurde und die später, wie man oben aus den wiedergegebenen Zeitrahmen entnehmen kann, um Verwechslungen zu vermeiden, in SG 116 umbenannt wurde.

Die Funktion dieser rückstoßfreien Waffe (SG 113) besteht bekanntlich darin, daß beim Abschuß des Geschosses aus dem Rohr nach vorn gleichzeitig ein Gegengewicht (Knüppel) nach hinten herausgeschleudert wird, wodurch der Rückstoß abgefangen wird.

 

 

PLan 1

Zeichnung T-SK B 51212 vom 24.3.1944. Gesamtansicht der Waffe

 

 

Nachdem die Versuche mit dem Gerät 104 „Münchhausen" bereits 1940 erfolgreich waren und auch die ersten Versuche mit dem 7,5-cm-SG 113 a zufriedenstellend waren, beschloß man das SG 113 a im Kaliber von 3 cm zu schaffen, bei dem ebenfalls der rückstoßfreie Abschuß vorgesehen wurde.

Um Zeit und Kosten für eine Neuentwicklung zu sparen, nahm man einfach die Rohre der bereits eingeführten MK 103, die nur geringfügig abgeändert werden mußten. Trotzdem traten immer wieder Schwierigkeiten mit dem Pulver und mit der Schußentwicklungszeit auf, wie man aus den nachfolgend wiedergegebenen Dokumenten entnehmen kann.

Während auf den Zeichnungen und in den Dokumenten vom 18.5.1944 und 23.5.1944 noch vom SG 113 a (3 cm) die Rede ist, wird ab dem 30.6.1944 die neue Bezeichnung SG 116 verwendet und teilweise die alte Bezeichnung durchgestrichen!

 

Im Bericht der Abteilung „Waffenkonstruktion" der Firma Rheinmetall über den Stand der Entwicklungen am 31.1.1945 vom 13.2.1945 heißt es dann:

 

„SG 116: Entwicklung eingestellt. Es laufen nur noch Beschüsse in Tarnewitz zur Erprobung der Auslösegeräte."

 

Und im Kriegstagebuch des OKL/Technische Luftrüstung befindet sich für die Zeit vom 26.2. bis 4.3.1945 folgender Eintrag:

 

„SG 116 (Zellendusche): Nach fernschriftlicher Mitteilung der E'Stelle Tarnewitz ist die Erprobung des Geräts 116 (Zellendusche) erfolgreich abgeschlossen. Der weitere Einbau der Geräte erfolgt beim J.G. 10."

 

Leider war es inzwischen viel zu spät, um diese senkrecht nach oben gegen Flugzeuge oder nach unten gegen Panzer schießende, wirkungsvolle Waffe, in größeren Stückzahlen fertigen zu können.

 

 

SG 116

Focke Wulf Fw 190 mit SG 116 (3 cm) Einbau im mittleren Rumpfteil!

 

 

Alle Einzelheiten kann man aus den Dokumenten und Zeichnungen entnehmen, die hier, wiedergegeben werden.

 

 

 

Unterlues

Dokument 1: vom 18.05.1944 Grösse pdf. 6 MB

 

 

 

Entwicklung :

 

 

Unterlues

Bericht Werk Unterluess 1946: "Zellendusche" SG 116 Grösse pdf. 2 MB

 

 

 

 

Technische Daten

 

 

Waffe: (Stand 01.09.1944)
Bezeichnung:
SG 116
Waffensystem:
rückstoßfreier Einzellader
Kaliber:
30 mm
Gerätlänge:
1600 mm
Gewicht leer:
30 kg
Gewicht geladen:
32 kg
Rohrlänge:
1338 mm
Rohrgewicht:
21,1 kg
Geschossbodenweg:
1184 mm
Gg.
315 g
V°G
860 m/s
Verschlusslänge:
394 mm
Verschlussgewicht:
8,9 kg
Knüppelbodenweg:
249 mm
Gewicht des Knüppels
1570 g
V°K
170 m/s
Gesamtenergie
14,1 mt
p-konst.
3500 kg/cm2
p 15°
2700 kg/cm2
Schussentwicklungszeit
4,1 ms

 

Zuendeinrichtung SG 116

Plan 2

Zeichnung T-SK B 51212 vom 24.3.1944. Gegenstück - untere Hälfte der Waffe

 

 

 

Patrone: (Stand 01.09.1944)
Kaliber:
30 mm
Patronenlänge:
295 mm
Patronen Gewicht ohne Knüppel
0,480 kg
Patronen Gewicht mit Knüppel
2,05 kg
Geschossart M-Geschoss mit L.Spur
Geschossgewicht:
0,315 kg
Gewicht der Sprengladung:
0,072 kg
Länge des Abschiessknüppels:
298 mm
Gewicht des Abschiessknüppels:
1,57kg
Pulverart:
No.R.P.2,8x2,6/0,5
Ladung:
135 g + 4 g SP
V° Geschoss:
860 m/s
V° Knüppel:
170 m/s

 

 

Munition SG 116 :

 

Dokument Rohrblock 108

Muntionsberichte : Datei pdf. Grösse 4 MB

 

 

 

Geschoss SG 116

3 cm M-Geschoss (hier noch mit der Bezeichnung SG 113a!)

 

 

Pz GRanate SG 116

3 cm Pz-Granate SG 116

 

 

L-Spur Granate SG 116

L-Spur Granate SG 116

 

 

 

 

Weiterentwicklung der Waffe zum "Rohrblock 108"

SG 117 / SG 118

 

Firmenseitig wurde ein Vorschlag unterbreitet zur Verwendung und Einbau eines "Rohrblocks RB 108". Zweck war es , mit gleichem Gewicht eine höhere Schusszahl zu erreichen und das Gerät kmplett in den Rumpf einzubauen !

 

Rohrblock 108

 

Hierzu folgendes Dokument vom 28.11.1944

 

Dokument Rohrblock 108

Dokument 28.11.1944: Rohrblock 108 pdf. Grösse 3 MB

 

 

 

Dokumente:

 
Dokument
Zeitrahmen
Grösse
   
1945
 
Eingestellt
Projekt eingestellt
31.01.1945
0,5 MB
pdf 2
Besprechung Mauser
23.10.1945
6,0 MB
   
 

 

 

20.10.1944

Zeichnung T-SK E 51212 vom 20.10.1944 (Hier als Gerät 113a bezeichnet)

20.10.1944

Zeichnung Nr.2 T-SK E 51212 vom 20.10.1944

 

 

Rohr
Verschluss
Zeichnung T-SK C 31213 vom 2.5.1944 Rohr
Zeichnung T-SK C 51214 vom 26.7.1944 Verschluss

 

Zerlegungseinrichtung

Zeichnung DZ 72333 vom 8.11.1944 Zerlegungseinrichtung

 

Anschiessknueppel
Zuenderschraube
T-SK E 51223 vom 27.3.1944 (Hier als Gerät 113 bezeichnet)
Zeichnung T-SK E 51229 vom 17.5.1944

 

Huelse

Zeichnung T-SK E 51225 vom 17.5.1944 Hülse, vollst.


 

 

 

Bilder:

 

Teile SG 116

Teile SG 116

 

 

 

 

Fw 190 weisse 11 SG 116

Focke Wulf Fw 190 mit SG 116 (3 cm)

 

 

 

 

 

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